Nehmen wir als Bürger selbst die internationalen Beziehungen in unsere Hände! Sie sind für uns alle existentiell zu bedeutend, um sie Unternehmen und Politikern zu überlassen!
Bauen wir eine Demokratische Werkstatt für friedliche, faire und solidarische Außenpolitik und Weltinnenpolitik (DWA) auf!

Ein Vorschlag der Demokratischen Werkstatt Wanfried

Tun wir das, was die Internationale Arbeiterassoziation schon 1864 in London beschlossen hat und als Aufgabe auch im Grundgesetz steht: Kontrollieren wir selbst die deutsche Außenpolitik, ob sie wirklich Frieden, Gerechtigkeit und Menschenrechte fördert oder behindert; falls sie Menschenrechte, Frieden oder Gerechtigkeit verletzt und gegen die Würde der (ausländischen) Menschen gerichtet ist, kritisieren wir das und stellen wir eigne außenpolitische Vorschläge entgegen, die Gerechtigkeit, Frieden und Menschenrechten entsprechen. Das setzt sehr viel Wissen voraus!

Wir schlagen vor, dazu eine Demokratische Werkstatt für menschenrechts-, friedens- und gerechtigkeitsfördernde Außenpolitik zu bilden für die folgenden Aufgaben:
Die Außenbeziehungen (Außenpolitik, aber wirtschaftliche, kulturelle und zivilgesellschaftliche Beziehungen auch) untersuchen und darüber Kenntnisse verbreiten.
Die Entwicklung in anderen Ländern verfolgen und darüber Kenntnisse verbreiten.
Möglichkeiten untersuchen, im Sinne einer Welt-Innen-Politik für eine zukunftsfähige Welt zusammenzuwirken.
Persönliche Beziehungen zwischen Menschen hier und in anderen Ländern fördern.
Verbindungen fördern zu zivilgesellschaftlichen Organisationen in anderen Ländern, die für die gleichen Ziele eintreten.
Verbindungen von zivilgesellschaftlichen Organisationen in Deutschland und anderen Ländern mit den gleichen Aufgaben fördern, etwa: Gewerkschaften, Studentenorganisationen, Bauernvereinigungen, Schülervereinigungen, etc.
Dazu ein Archiv anlegen, Bildungsbausteine erstellen, Buchempfehlungen, Verbindungen zu Experten aufbauen und die möglichst für die aktive Mitarbeit gewinnen, Seminare für Interessierte und Mitglieder der DWA organisieren, Referenten bilden, die in den Überparteilichen Demokratischen Wahlkreisforen berichten, bzw. motivieren, sie zu bilden, um in den jeweiligen Wahlkreisen für demokratische Mehrheiten für die Alternativen zu schaffen.
Mit dieser „Demokratischen Werkstatt für Außenpolitik!“ versuchen wir Menschen zu interessieren und auszubilden, um dann die riesige Aufgabe arbeitsteilig anzugehen und für immer mehr Länder einzelne Demokratische Werkstätten zu bilden (z.B. Demokratische Werkstatt für friedliche, faire und solidarische Beziehungen zwischen Ghana und Deutschland oder Russland und Deutschland oder Griechenland und Deutschland).

Auf diese Vordenker/innen und Ideen stützen wir uns:

Willy Brandts Rede vor der United Nations Association
in New York, 26. Oktober 1978 bei der Einbringung des Nord-Süd-Berichts:

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„Eine neue internationale Ordnung vorzubereiten und aufzubauen ist eine zu wichtige Aufgabe, um sie allein den Regierungen und den internationalen Behörden zu überlassen. Die internationale Szenerie in beispielloser Weise neu zu formen erfordert das Verständnis und die Unterstützung von vielen verantwortlichen und weitsichtigen Bürgern auf der ganzen Welt. (..) Obwohl wir viele internationale Probleme haben, haben wir keine überzeugenden Lösungen. Noch sind wir bisher in der Lage gewesen – mangels klarer Führung, wie sie durch wichtige Staaten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bereit gestellt wurde –, das neue internationale System zu schaffen, das gebraucht wird. (..) Wenn wir also von den Nord-Süd-Beziehungen sprechen, müssen wir begreifen, dass das internationale System, mit dem wir zu leben haben, gegenwärtig den Interessen des Nordens nicht gerecht wird. Und für den Süden ist es nie wirklich fair gewesen. (..) Was wir brauchen, ist eine internationale Ordnung, in der die bislang unterprivilegierte Mehrheit der Weltbevölkerung eine bessere Perspektive für ihr Leben erkennen kann und in der es viel mehr Gleichheit nicht nur der Chancen, sondern auch der tatsächlichen Gegebenheiten gibt. Für mich gibt es keinen Zweifel daran, dass die Beziehungen zwischen den Industrie- und den Entwicklungsländern entscheidend verbessert werden müssen. Für mich stellt dies das wichtigste soziale Problem für den Rest unseres Jahrhunderts dar.

1977 übernimmt Willy Brandt den Vorsitz der „Unabhängigen Kommission für Internationale Entwicklungsfragen“. Sie soll den Nord-Süd-Dialog wieder beleben und neue Vorschläge für die internationalen Verhandlungen machen. Die Brandt-Kommission erarbeitet einen Bericht zur Zukunft der Entwicklungspolitik, der 1980 an die Vereinten Nationen übergeben wird.

Auf zahlreichen Reisen stellt Willy Brandt die Arbeit des von ihm geleiteten Gremiums vor und wirbt für grundlegende Veränderungen in den Beziehungen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Bei seiner Rede vor der United Nations Association of America am 26. Oktober 1978 spricht er sich für eine neue gerechtere internationale Ordnung aus und appelliert besonders an die USA, ihrer globalen Verantwortung besser gerecht zu werden.

zum Volltext der Rede

http://www.willy-brandt.de/fileadmin/brandt/Downloads/Rede_Brandt_UNA_New_York_1978.pdf

Inauguraladresse der Internationalen Arbeiterassociation:

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Karl Marx stellt auf der Versammlung europäischer und us-amerikanischer Arbeiterorganisationen 1864 in London die Inauguraladresse der Internationalen Arbeiterassoziation vor und sagt u.a.:

„Die vergangene Erfahrung hat gezeigt, wie Missachtung des Bandes der Brüderlichkeit, welches die Arbeiter der verschiedenen Länder verbinden und sie anfeuern sollte, in allen ihren Kämpfen für Emanzipation fest beieinanderzustehen, stets gezüchtigt wird durch die gemeinschaftliche Vereitlung ihrer zusammenhangslosen Versuche. Es war dies Bewusstsein, das die Arbeiter verschiedener Länder, versammelt am 28. September 1864 in dem öffentlichen Meeting zu St. Martin’s Hall, London, anspornte zur Stiftung der Internationalen Assoziation.“ Sie stellt die Aufgaben: „In die Geheimnisse der internationalen Politik eindringen, um die diplomatischen Akte ihrer jeweiligen Regierungen zu überwachen, ihnen wenn nötig entgegenzuwirken; wenn unfähig zuvorzukommen, sich zu vereinen in gleichzeitigen Denunziationen und die einfachen Gesetze der Moral und des Rechts, welche die Beziehungen von Privatpersonen regeln sollten, als die obersten Gesetze des Verkehrs von Nationen geltend zu machen. Denn: Der Kampf für solch eine auswärtige Politik ist eingeschlossen im allgemeinen Kampf für die Emanzipation der Arbeiterklasse.“ (http://www.mlwerke.de/me/me16/me16_005.htm)

Grundgesetz:
Das Grundgesetz stellt uns sogar diese Aufgabe: „Artikel 1 (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. (2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_1.html
die weiteren ideellen Grundlagen sind: Kant: Zum ewigen Frieden, Roosevelts Rede zu den Vier Freiheiten, Die Atlantik-Charta, die UNO-Charta und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

 

Hast du Interesse, das mit aufzubauen?
Wenn, melde dich, dann laden wir die zu einem ersten Treffen ein, um die nächsten Schritte zum Aufbau zu beraten.

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