Türkei rückt weiter in Nordsyrien vor 25. August 2016, 15:01 324 POSTINGS Weitere Panzer, Krankenwagen und schweres Baugerät über Grenze gebracht – Anadolu: 1.500 FSA-Kämpfer beteiligt Damaskus – Einen Tag nach Beginn der Bodenoffensive der Türkei gegen die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ in Syrien sind am Donnerstag zehn weitere türkische Panzer auf syrisches Territorium vorgerückt. Die Kämpfer der Kurdenmiliz YPG ziehen sich nach Angaben der USA indes östlich des Euphrats zurück. Das hat US-Außenminister John Kerry der Türkei laut türkischen Regierungskreisen zugesichert. Im Rahmen der Großoffensive gegen den IS rückten inzwischen mehr als 20 türkische Panzer in den Norden Syriens vor. Donnerstagfrüh wurden auch mehrere Krankenwagen und schweres Baugerät über die Grenze gebracht, wie ein AFP-Fotograf berichtete. Bei ihrem Vorgehen wird die Türkei von US-Kampfflugzeugen unterstützt. „Schutzschild Euphrat“ Die türkischen Streitkräfte setzten bei der Operation „Schutzschild Euphrat“ in der Umgebung der Grenzstadt Jarablus Kampfjets, Panzer und Artillerie ein. Die an der Seite der Türkei kämpfenden syrischen Rebellen, die Freie Syrische Armee (FSA), nahmen die Stadt am Westufer des Euphrat – bisher eine Bastion des IS – ein. An dem Militäreinsatz waren laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu rund 1.500 FSA-Kämpfer beteiligt. Sie eroberten demnach auch das Dorf Keklija, fünf Kilometer von Jarablus entfernt und drei Kilometer hinter der Grenze gelegen. Nach Angaben des türkischen Verteidigungsministers Fikri Işık seien bisher zwei syrische Kämpfer getötet worden. Zwei Angehörige der Freien Syrischen Armee (FSA) seien bei der Rückeroberung der Stadt verwundet worden, sagte Isik am Donnerstag dem türkischen Nachrichtensender NTV. Türkische Verluste habe es keine gegeben. „Kein Angehöriger der türkischen Streitkräfte ist verwundet worden“, so Isik. Wie viele türkische Soldaten an dem Einsatz beteiligt sind, wollte der Minister nicht sagen. Işık sicherte der FSA weitere Unterstützung zu, bis sie das Gebiet „völlig unter Kontrolle“ habe, sagte Işık dem Sender NTV. Jetzt werde eine „Säuberungsaktion“ durchgeführt. Die Operation habe zwei Ziele: Die türkischen Grenzen zu sichern und zu verhindern, dass das Grenzgebiet der syrisch-kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD), die, ebenfalls von den USA unterstützt, den IS bekämpft, in die Hände fällt. US-Garantie Die Türkei will die Ausweitung des kurdischen Einflussgebiets in Syrien und somit die Entstehung eines eigenständigen kurdischen Autonomiegebiets verhindern. Ministerpräsident Binali Yıldırım betonte, dass der Militäreinsatz fortgeführt werde, bis eine Bedrohung für die Türkei abgewendet sei. „Unsere Abmachung mit den USA lautet, dass sich die Kurden aus Manbij und der Region auf die Ostseite des Euphrat zurückziehen müssen“, so Yıldırım. „Das ist die Zusage, die Garantie, die uns die USA gegeben haben.“ Das westlich des Euphrat gelegene Manbij war erst kürzlich von einem Bündnis unter Führung syrischer Kurdenmilizen vom IS zurückerobert worden. US-Vizepräsident Joe Biden hatte der Türkei am Mittwoch in Ankara Unterstützung für ihr Vorgehen in Nordsyrien zugesichert. (APA, 25.8.2016) – derstandard.at/2000043327769/Weitere-tuerkische-Panzer-ruecken-nach-Nordsyrien-vor

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